Studienordnung

Die Studienordnung der Akademie

Das Dekanat besteht aus dem Dekan und dem Prodekan. Das Kollegium besteht zudem aus sämtlichen ordentlichen Magistern und dem Bibliothekar, das erweiterte Kollegium zudem aus den außerordentlichen Magistern.
In Abwesenheit des Dekans übernimmt der Prodekan sämtliche Aufgaben, Pflichte und Rechte des Dekans.
Der Dekan vertritt die Akademie nach außen und beschließt den Haushalt der Akademie. Zudem bewilligt er die Anwerbung von Magistern und Bediensteten.
Der Prodekan ist für die Abnahme der Prüfungen und die Einhaltung der Akademieordnung zuständig.
Grobe oder mehrfache Verstöße gegen die Akademieordnung können zu Disvocatio, Disliberatio und Expurgico von der Akademie führen. Hierüber befindet das Dekanat. Ein Mitglied des Kollegiums hat das Anrecht in einem solchen Fall auf eigenen Wunsch gehört zu werden.
Ein an der Akademie ausgebildeter Apothecarius oder Medicus möge seine Alma Mater nach dem Abschluß nicht vergessen und soll der Akademie und ihren Mitgliedern und Absolventen stets wohlmeinend beispringen,  so er dazu in der Lage ist und das Ansinnen nicht gegen die Gesetze der Akademie, die guten Sitten oder die Gesetze des Landes verstößt.
Ein jedes Mitglied hat sich gegenüber Angehörigen der Akademie, Gästen und allen anderen ehrbaren Personen untadelig zu benehmen. Insbesondere gegenüber seinen Lehrmeistern mag er sich ehrerbietig verhalten.
Ein jedes Mitglied der Akademie hat sich angemessen zu kleiden.
Eine ausgesprochener Tadel  oder eine Strafe soll ohne Widerworte angenommen und die gegebenenfalls damit verbundene Arbeit sorgfältig und auf das Genaueste ausgeführt werden. Unwissenheit schützt nicht vor Strafe – dennoch wird in aller Regel bei einem erstmaligen Vergehen ein Tadel genügen.
Jedes Mitglied des erweiterten Kollegiums mag einen Tadel aussprechen oder eine Strafe bestimmen. Allein das Dekanat kann eine Strafe in Ausnahmefällen aufheben, vorübergehend Aussetzen kann sie jedes Mitglied des erweiterten Kollegiums wenn es die Umstände erfordern.
Jeder Tutor mag zur Aufrechterhaltung der Disziplin und Ordnung Strafen androhen und einleiten. Jedes Mitglied des erweiterten Kollegiums kann diese Strafen aufheben, bestätigen oder verschärfen.
Die Nutzung der Bibliothek wird durch eine eigene Bibliotheksordnung geregelt. Diese wird durch den Bibliothekar verfaßt und durch das Dekanat bestätigt.
Die Nutzung der Laboratorien und der Gärten wird durch die Laborordnung geregelt. Diese wird durch den Ordinarius für Pflanzenkunde verfaßt und durch das Dekanat bestätigt.
Die Nutzung der Anatomischen Sammlung und des Lazaretts  wird durch die Lazarettordnung geregelt. Diese wird durch den Ordinarius für Chirurgie verfaßt und durch das Dekanat bestätigt.
Ein Student ist verpflichtet seine Arbeitskraft zum Nutzen der Akademie zur Verfügung zu stellen. Sollte dies nicht in ausreichendem Maße erfolgen, oder die Studienergebnisse hinter den Erwartungen zurückbleiben, ist ein Ausschluß (Expurgico) von der Akademie jederzeit möglich.
Gegeben im Jahre 516 nach dem Düsterbrok

Siehe auch: