Pruefungsordnung

Prüfungsordnung der Academia Puteus Putens

Über die Zulassung zum Studium

Das Studium an der Akademie ist in zwei Hauptfächern möglich. Erreichbare Abschlüsse sind der des Medicus und der des Apothecarius. Ein Studium beider Hauptfächer ist ausdrücklich erwünscht, zumindest Grundkenntnisse im jeweilig anderen Hauptfach werden erwartet.
Zudem können – entsprechende Grundkenntnisse und Befähigung vorausgesetzt – auch  Kenntnisse in den Fächern Alchemie und Magie an der Akademie erworben werden.
Voraussetzung für die Zulassung zum Studium ist ein klarer Verstand und ein einwandfreier Leumund. Dies wird in einem Zulassungsgespräch geprüft. Ein Widerspruch gegen die Entscheidung des Dekanats ist nicht möglich.
Von Vorteil sind Kenntnisse im Lesen, Schreiben und Rechnen aber nicht Bedingung da diese auch im ersten Abschnitt des Studiums erworben werden können.
Im Rahmen des erweiterten Zulassungsgesprächs wird eruiert ob eventuelle Vorkenntnisse eine Einstufung in einem höheren Grad rechtfertigen, oder ob gar die Zulassung zu einem Aufbaustudiengang erfolgt.

Über die Grade der Akademie

Scholar:
Der neu an der Akademie Zugelassene wird als Scholar bezeichnet.
Mit Ende des zweiten Semesters sei es ihm gestattet die Tasche der Akademie mit Siegel zu tragen. Bei besonderem Lerneifer kann das Kollegium der Akademie ausnahmsweise eine frühere Verleihung der Tasche befürworten. Die Entscheidung darüber trifft das Dekanat.
Mit Abschluß des 3. Semesters kann die Zulassung zum Physikum ausgesprochen werden.
In Ausnahmefällen kann das Dekanat bei entsprechender Vorbildung die vorzeitige Zulassung aussprechen.
Studiosus:
 Wer das Physikum bestanden hat, wird als Studiosus bezeichnet. Es sei ihm gestattet auf der Tasche der Akademie einen Stern in gelb oberhalb des Siegels sowie das Zeichen für das bestandene Fach neben dem Siegel zu tragen.
Tutor:
Ein erfahrener Studiosus der sich als zuverlässig erwiesen hat. Er steht den unerfahrenen Scholaren mit Rat und Tat zur Seite. Diese tun gut daran auf seinen Rat zu hören. Der Tutor sorgt auch für Disziplin und Ordnung.  Seine Vorschläge für disziplinarische Maßnahmen werden in aller Regel durch einen Magister im Nachhinein bestätigt.
Medicus/Apothekarius:
Wer die Abschlußprüfungen bestanden hat, wird als Medicus oder Apothekarius bezeichnet. Es sei ihm gestattet auf der Tasche der Akademie zwei Sterne in gelb oberhalb des Siegels sowie das Zeichen für jedes bestandene Fach (zumindest 3) neben dem Siegel zu tragen.
Magister minor:
Ein Medicus oder Apothecarius kann zur Unterstützung eines Magister angestellt werden. Er unterstützt den Lehrstuhlinhaber in der Ausbildung der Scholaren und Studiosi sowie der Forschung. Es sei ihm gestattet auf der Tasche der Akademie zwei Sterne in gelb oberhalb des Siegels sowie das Zeichen für jedes bestandene Fach (zumindest 3) neben dem Siegel zu tragen. Um das Symbol des Lehrstuhls an dem der Magister minor angestellt ist, erhält er einen gelben Ring.
Bedienstete:
Die Bediensteten der Akademie sind mit Respekt zu behandeln. Teilweise übernehmen sie die Aufgaben eines Magister minor in bestimmten Teilbereichen (exemplarisch seien hier der Anatom, der Gärtner und  der Masseur genannt).
Sie tragen keine Akademietasche.
Magister extra ordine:
Ein ständiger Gastdozent. Es sei ihm gestattet auf der Tasche der Akademie drei Sterne in gelb oberhalb des Siegels sowie das Zeichen für jedes ihm geläufige Fach neben dem Siegel zu tragen. Sollte der Magister extra ordine einen Lehrstuhl kommisarisch leiten, trägt er um das Symbol des Lehrstuhls einen gelben Ring.
Magister:
Ein fest angestellter Ordinarius. Es sei ihm gestattet auf der Tasche der Akademie drei Sterne in silber oberhalb des Siegels sowie das Zeichen für jedes ihm geläufige Fach neben dem Siegel zu tragen. Sollte der Magister einen Lehrstuhl leiten, trägt er um das Symbol des Lehrstuhls einen silbernen Ring.
Prodekan:
Der ständige Vertreter des Dekans. Es sei ihm gestattet auf der Tasche der Akademie vier Sterne in silber oberhalb des Siegels sowie das Zeichen für jedes ihm geläufige Fach neben dem Siegel zu tragen. Sollte der Prodekan einen Lehrstuhl leiten, trägt er um das Symbol des Lehrstuhls einen silbernen Ring.
Dekan:
Der Leiter der Akademie. Es sei ihm gestattet auf der Tasche der Akademie vier Sterne in gold oberhalb des Siegels sowie das Zeichen für jedes ihm geläufige Fach neben dem Siegel zu tragen. Sollte der Dekan einen Lehrstuhl leiten, trägt er um das Symbol des Lehrstuhls einen goldenen Ring.

Über die abzulegenden Prüfungen
Über Anzahl, Art, Zeit und Umfang der Prüfungen sowie die notwendigen Bedingungen zur Zulassung entscheidet der verantwortliche Magister des jeweiligen Faches.
Hält der Magister des Grundstudiums den Scholaren für in seinem Teilbereich ausreichend befähigt, wird er dem Prodekan die Zulassung zum Physikum empfehlen.
Physikum:
Im Physikum belegt der Scholar seine Kenntnisse des Fachbereiches. Dies soll übergreifend und umfassend geschehen. Das Physikum ist öffentlich abzuhalten und rechtzeitig zuvor anzukündigen. Anwesend sind zumindest immer der Prodekan und der Magister des Faches. Im Rahmen des Physikums können durch sämtliche anwesende Mitglieder des erweiterten Kollegiums Fragen gestellt werden. Die Notenvergabe erfolgt durch den zuständigen Magister. Der Prodekan kann eine Wiederholung der Prüfung vor den Augen des Dekans anordnen, wenn er die Prüfung oder die Note für unangemessen hält.
Bei einem angehenden Apothecarius werden hierbei das Bestimmen, Ernten, Haltbar machen und Hegen der Pflanzen sowie Wissen um die Wirkungen derselben erwartet.
Bei einem angehenden Medicus werden hierbei Grundlagen der Anatomie, Lazarett-, Instrumenten- und Verbandskunde sowie Ersthilfe und Assistenz im Lazarett erwartet.
Klinische Fächer:
Als Klinische Fächer gelten der Krankheitslehre, die Chirurgie, die Kunde um die Herstellung und Anwendung von Tränken sowie die  Lehre der Gifte. In jedem dieser Fächer ist eine abschließende Prüfung erforderlich, die in Form und Umfang dem Physikum entsprechen soll. Sollte die Prüfung als Praktikum außerhalb der Akademie abgehalten werden, mag ein Mitglied des erweiterten Kollegiums die Aufgaben des Prodekans bei dessen Abwesenheit übernehmen. Beide Mitglieder des Kollegiums erstatten im Anschluß dem Prodekan unabhängig voneinander Bericht. Er mag dann über eine eventuelle abzuhaltende zusätzliche Prüfung entscheiden.
Medicus/Apothekarius:
Die Abschlußprüfung findet vor dem gesamten Kollegium statt. Es werden Fragen und Aufgaben aus allen absolvierten Bereichen gestellt. Jeder vergibt die Note allein für seinen Fachbereich.  Die Notenstufen sind: Summa cum Laude, Magna cum Laude, Cum Laude, Rite, Non Probatum. Um zu bestehen müssen alle Fächer zumindest mit Cum Laude bestanden werden, um zur Wiederholung zugelassen zu werden, darf kein Fach schlechter als „rite“ abgelegt worden sein.
Gegeben im Jahre 516 nach dem Düsterbrok